Pädagogik und Ziele




LEHRPLAN

Die Curriculen im Internationalen Schulzentrum Muhammad Asad basieren auf den österreichischen Lehrplänen mit allen dazugehörigen Verordnungen. Zusätzlich besteht die Ausrichtung am Islam.

Die Unterrichts- und Umgangssprache in der Schule ist Deutsch. Es wird viel Wert auf den guten und sicheren Spracherwerb bei Kindern mit Migrationshintergrund gelegt. Im Rahmen des Lehrplanes wird Sprachunterricht intensiviert stattfinden. Die Freude am Lesen und Schreiben wird stark gefördert. Englischunterricht wird angeboten, wenn die Deutschkenntnisse ausreichend sicher sind.

Der Fächerkanon wird abgerundet durch Quran-, Arabisch- und Islamunterricht. Ausflüge, Projekttage, Spielzeiten, Exkursionen und islamische Feste machen den Unterricht noch lebendiger.

Der islamische Charakter einer Thematik wird besonders beachtet und soll den Schülerinnen und Schülern zusätzliches Wissen vermitteln. Hierbei soll ein besonderer Bezug zu Wien und Österreich hergestellt werden.


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ISLAM – ETHISCHE AUSRICHTUNG

Ziel der Schule ist es, einen Raum zu bieten, in dem die Kinder eine Identität und Selbstbewusstsein als österreichische Muslime entwickeln können. Das macht immun gegen Minderwertigkeits-gefühle, welche oft Nährboden für undifferenzierten Hass und Abgrenzung bilden. Es soll eine lebbare Symbiose zwischen den Errungenschaften der westlichen Welt in den Bereichen Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswesen so wie den islamischen Werten erreicht werden. Dabei ist es unabdingbar, auch die Fähigkeit zur kritischen Reflexion der eigenen Persönlichkeit und Geschichte fördern.

Die Vorbildfunktion der Lehrer ist wichtig. Die Kinder erhalten in einer Zeit mit wachsenden Orientierungsschwierigkeiten eine ethisch verantwortliche Sichtweise auf islamischer Grundlage. Ein Leben, ausgerichtet an den Geboten Allahs. Der Islam soll Unterstützung bei Alltags- und Orientierungsproblemen leisten. Besonderer Wert wird daher auf die Vermittlung moralischer Werte gelegt, wie zum Beispiel:

  • Friedfertigkeit
    Allah trägt ja die Gerechtigkeit auf und das Gute tun das Geben an die Verwandten, und Er untersagt das Abscheuliche und das Verwerfliche und die Gewalttätigkeit, Er ermahnt euch, damit ihr euch vielleicht erinnert.“ (Sure 16:90)
  • Bescheidenheit und Respekt gegenüber Mitmenschen
    Und weise deine Wange nicht verächtlich den Mitmenschen und wandle nicht hochmütig auf Erden. Wahrlich, Allah liebt keinen, der überheblich und prahlerisch ist.“ (Sure 31:18)
  • Gutes Benehmen
    Oh, die ihr glaubt, die einen sollen nicht über die anderen spotten, vielleicht sind eben diese besser als sie. … Und beleidigt euch nicht gegenseitig durch Gesten und bewerft euch nicht gegenseitig mit hässlichen Beinamen.“ (Sure 49:11)
  • Ehrlichkeit
    „… und haltet euch fern vom Wort der Falschheit.“ (Sure 22:30)
  • Sauberkeit, Disziplin, Hilfsbereitschaft und das Aneignen von Wissen.

Alle in die Unterrichts- und Hortzeit fallende Gebete werden gemeinschaftlich verrichtet. An den Id-Tagen ist schulfrei.

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PÄDAGOGISCHE SCHWERPUNKTE

Der Grundstein für ein erfolgreiches Lernen wird bereits in den ersten Schulklassen gelegt. Die Schüler sollen am Ende ihrer Schulzeit mit Begeisterung zurück sehen und voller Vorfreude nach vorne blicken.

Voraussetzung einer erfolgreichen Erziehung und Bildung ist es, die individuelle Begabung jeder Schülerpersönlichkeit (kognitiv, emotional und instrumental) zu entdecken und zu fördern. In dem die Lehrer jeden Schüler in seiner Einzigartigkeit begreifen und annehmen wie er ist, wird auch Vertrauen und Gemeinschaft geschaffen.

Besondere Angebote im Bereich Bewegung und Sport schenken den Schülerinnen und Schülern ein rechtes Körperbewusstsein und bringen ihnen eine gesunde Lebensweise näher.

Den Schülern soll ein emotionaler Zugang zu Natur, Tier- und Pflanzenwelt bereitet werden Eine intensive Verbundenheit zur Natur stärkt das Umweltbewusstsein und lässt reife Mitmenschen heranwachsen, die einen sensiblen Umgang mit der Natur pflegen. So können die Umweltprobleme von klein auf erkannt und gemeistert werden: die Kinder bringen Jause und Getränke in wieder verwendbaren Behältnissen mit, um Müll zu vermeiden, der ja eine Form der Verschwendung ist. Dies ist auch geeignet ein Gegengewicht zu konsumorientierten und schnell vergänglichen Werten und Lebenseinstellungen zu schaffen.Die Schüler sollen angeregt werden, global zu denken und regional zu handeln.

Die Bindung zur weltweiten muslimischen Gemeinschaft soll nicht vernachlässigt werden. Jeglicher Art von Rassismus oder Nationalismus ist durch geeignete Konzepte und Vorsorge entgegengetreten. Um Toleranz, Verständnis und Einfühlvermögen zu üben sollen auch gute Beziehungen zu nicht-muslimischen Schülern und Institutionen gepflegt werden.

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ELTERN UND SCHULE

Erziehung kann nicht nur in der Schule stattfinden sondern beginnt zu Hause. Schule und häusliche Erziehung ergänzen sich. Ein Kind, das zu Hause lernt, wie wichtig zum Beispiel die Einhaltung der Gebetszeiten ist, wird darin bestärkt, wenn es sieht, dass sich auch Lehrer und Mitschüler an diese Zeiten halten.

Erziehung und Bildung von jungen Menschen zu ALLAHs Wohlgefallen können wir durch eine enge, die spezifischen Aufgaben respektierende Zusammenarbeit von Lehrern, Schuladministration und Elternhaus am besten erreichen. An dieser Schulgemeinschaft müssen alle gemeinsam arbeiten.

Der Zusammenarbeit dienen insbesondere Klassenelternabende, Elternbesuche, Sprechstunden und allgemeine Elternabende sowie Bildungsveranstaltungen für Eltern und Lehrer.

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is-ma
Das International School Center Muhammad Asad hat für das Schuljahr 2010/11 das Öffentlichkeitsrecht erhalten.